Mietnomaden / Mietbetrüger
Sie wandern von Wohnung zu Wohnung, ohne je einen Cent Miete bezahlen zu wollen. Mietnomaden sind der Albtraum der Vermieter!
Wie Sie sich als privater Immobilienbesitzer davor schützen können und die meist daraus resultierende finanzielle Schieflage vermeiden, erfahren Sie hier.
Bei der Besichtigung geben sie sich freundlich und nett – doch ihr Ziel ist ein ganz anderes, nämlich keinen Cent Miete zu bezahlen. Als Vermieter sollten Sie sich weder von Namen, noch von Titel täuschen lassen, denn selbst Prinzen wurden schon als Mietnomaden entlarvt.
Nach groben Schätzungen belaufen sich die Rückstände in Deutschland derzeit auf über 2,2 Milliarden Euro – also etwa 10 % mehr als im Vorjahr. Und dabei sind vorsätzliche Mietbetrüger – Mietnomaden also – inzwischen ein echtes Problem (jur. Einmietbetrüger). Häufigste Ursachen sind die zunehmende Verschuldung der privaten Haushalte in Deutschland, steigende Scheidungsraten, hohe Arbeitslosigkeit und die rasant steigenden Energiepreise und Lebenshaltungskosten. Aber dies ist keine Entschuldigung für den säumigen Mieter, denn auch der Vermieter muss seinen Verpflichtungen nachkommen. Und so kämpfen immer mehr Vermieter mit Mietausfällen und den horrenden Folgekosten. Denn hat es sich ein ungebetener Mietnomade erst einmal in der Wohnung bequem gemacht, braucht der Vermieter nicht nur Nerven wie Drahtseile, sondern auch einen gut gefülltes Portemonai: Mietausfälle, Anwalts-, Gerichts- und Vollstreckungskosten fordern ihren Soll - der durchschnittliche Schaden, den ein Mietbetrüger hinterlässt, beläuft sich nach Schätzungen auf rund 25.000 Euro.
3,1 Millionen bundesdeutsche Haushalte gelten als überschuldet, 5 Millionen Haushalte bewegen sich an der Grenze zur Überschuldung. 1999 bereits haben 237.000 Deutsche Privatinsolvenz angemeldet. Allein im Mai 2007 nutzten laut Statistischem Bundesamt 8.002 Verbraucher diese moderne Form des Offenbarungseids – der höchste Monatswert seit Einführung der Verbraucherinsolvenz und ein Ende der Spirale scheint nicht in Sicht. „Die Zahlen werden jeden Monat weiterhin zweistellig steigen“, schätzt Michael Bretz, Leiter der Wirtschafts- und Konjunkturforschung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform und damit die Gefahr, sich einen Mietbetrüger ins Nest zu holen.
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